Open Strings 2009 - Osnabrück
Am 26. und 27.September 2009 wurde ich von Celtic Sound, dem Vertrieb von Mcilroy Guitars, Wyres und Newtone Saiten, eingeladen auf der Aktionsbühne während der Open Strings 2009 jeweils zwei kurze Sets zu spielen. Klar, dass ich im Vorfeld etwas aufgeregt war. Immerhin zählt das Open Strings Festival zu einem der renommiertesten Events für die Fingerstyle Szene in Europa. Mittlerweile fand diese schöne Kombination aus Ausstellung und Musikfestival zum zwölften Mal statt und als Highlight gaben sich die Stars der Szene die Klinke zur Osnabrückhalle in die Hand. Neben Franco Morone mit Raffella Luna, Ian Melrose/Manfred Leuchter Duo, Muriel Anderson, Hands on Strings (mit Thomas Fellow), The Shin aus Greorgien, Adam Rafferty (den ich leider nicht erleben konnte) mit Sabine Kühlich beeindruckten aber auch eher unbekanntere Künstler wie Martin Kaiser oder Helm van Hahm auf der Aktionsbühne.
Jegliche Aufgeregtheit legte sich aber schon beim Betreten der Ausstellung. Ich fühlte mich irgendwie angekommen und zuhause. Das liegt zum einen an den netten offenen Menschen wie Klaus Harder und Rosaleen Glennon oder lieben Nachbarn wie Andreas Cuntz von Cuntz Guitars, Andreas Schulz vom Akustik Gitarre Magazin - zum anderen auch an der gesamen Atmosphäre die doch um einige gediegener und ruhiger ist, als das hektische lärmende Treiben auf der Musik Messe Frankfurt. Schön auch vielen Menschen mal persönlich zu begegnen, die man vorher nur online aus Communities kannte. Aus ein paar Buchstaben werden dann echte Menschen :o)
Ingo Lohr mischte beim ersten Konzert am Samstag, es war wieder etwas unruhiger und lärmiger, aber doch recht erträglich, so dass ich ein kurzes schönes Set spielen konnte, das gut vom Publikum aufgenommen wurde. Als Verstärkung kam ein Bose L1 System zum Einsatz , es war quasi Front of House als auch Monitoranlage in einem. Und das ist wohl die große Schwäche, wenn man nur ein solches System zur Verfügung hat. Denn auf der Bühne war das Teil einfach unerträglich laut und scharf. Aber ich fühlte mich trotzdem wohl.
Am nächsten Morgen spielte ich bereits um 11 Uhr morgens und bei Martin Kaiser herrschte leider noch gähnende Leere, was er nicht verdient hatte, denn seine Kompositionen waren anspruchsvoll und sein Spiel sehr souverän.
Ich begann mein Set mit Simple Things auf der neuen ASP30c - einer kleinen Bühnengitarre mit niedrigerer Zargenhöhe, sehr feinem Klang und einer wundervollen schnellen Ansprache. Zum meinem Glück tröpfelten auch sofort einige noch recht verschlafene Menschenkinder herbei und da es noch etwas ruhiger war an diesem Morgen, musste auch die böse Bose L1 nicht so laut gefahren werden. Es macht nochmals mehr Spaß als am Vorabend und ich durfte noch ein wenig länger spielen, als eigentlich geplant war und schloß mein Set mit Nina Nana per Cecilia ab. Danach durfte ich einigen neuen “Fans” Auskunft über Gitarren, Songs und offenen Stimmungen geben. Das hat viel Freude gemacht.
Ich spiele dann noch einge Nummern am Stand und kaum dass ich Non Potho Reposare anstimmte, tanzte auch schon Raffaella Luna herbei, gleich darauf gefolgt von Franco Morone. Ein Schwätzchen mit den beiden ist immer nett und wir schmiedeten schon weitere Pläne für ein Konzert/Workshop mit Franco, wenn unsere Kulturstätte in Bechtolsheim im nächsten Jahr stehen sollte.

Überhaupt habe ich auf den Open Strings schöne Kontakte bekommen und konnte mich auch ein Stück selber finden. Im Grunde genommen war dies der erste Soloauftritt ausserhalb der gewohnten Gefilde. Es ist immer schön sich weiter freizuschwimmen. Die Bilder wurden von Klaus Harder geschossen. Ihm und Rosaleen nochmal vielen Dank für die schöne Gelegenheit und die tollen Gitarren von Dermot Mcilroy.
Am Samstag abend konnte ich Ian Melrose und Manfred Leuchter mit einem wundervollen Perkussionisten geniessen, während mit The Shin zwar an sich sehr gefielen, der Gitarrero es aber eindeutig übertrieb und doch ca 2.303.098 Noten zuviel und zu schnell spielte, dabei war er gar nicht mehr so jung :o)







